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Es ist hinderlich, amputiert zu sein - eine Prothese ist sehr hilfreich

Im Leben eines Menschen führt eine Amputation und eine dementsprechende Prothese zwingend zu einer Veränderung der Lebensweise.

Die Veränderungen sind weitreichender als man sich als Neuamputierter, aber auch als nicht amputierter, träumen lässt. Dabei gibt es aber vielfältige Möglichkeiten und Hilfen, die einem Beinamputierten dabei helfen, auch weiterhin sein Leben selbstbestimmt zu gestalten.

Moderne Prothesentechnik - was kann ich davon erwarten?

Es ist zweifellos ein massiver Einschnitt in das Leben, wenn man ein oder beide Beine verliert. Im Umgang mit den Mitmenschen, der Bewältigung des Alltags und für sein eigenes Selbstbild sind Veränderungen unvermeidbar.

Alles verändert sich, Alltägliches muss neu gelernt werden, Besonderes muss sich neu einspielen.

Gerade die neue Prothese benötigt dabei erhöhte Aufmerksamkeit, sie will und muss entdeckt werden.

Dies braucht seine Zeit. Aber je länger sich der/die Amputierte mit seiner neuen Begleiterin auseinander setzt, desto mehr wird er/sie sie zu schätzen wissen und ihre Hilfe immer intensiver in Anspruch nehmen.

Prothesen sind immens hilfreich, wenn Sie richtig ausgewählt und angepasst sind.

Man muss sich mit der Prothese aktiv beschäftigen und nicht darauf warten, dass die Prothese auf einen zukommt .Man muss aus eigenem Willen und Antrieb aktiv zur Verbesserung der persönlichen Situation

beitragen.

Eine entscheidende Rolle spielt auch das persönliche Umfeld des/der Amputierten bei der Bewältigung der neuen Aufgaben und Anforderungen. Ohne die Unterstützung des Familien- und engeren Bekannten-kreises ist eine erfolgreiche Rehabilitation äußerst erschwert wenn nicht sogar unmöglich.

Vordergründig steht der Amputierte davor, die gleichen Anforderungen wie vor der Amputation zu erfüllen, nur halt mit einem Gliedmaß weniger.

Tatsächlich aber stehen ganz anders gelagerte Aufgaben vor ihm: Er muss das Geflecht der Beziehung zwischen sich und seiner Umgebung neu ordnen:

Wie sehe ich mich - wie sehen mich die anderen?

Was glaube ich noch wert zu sein - wie sehr werde ich von anderen geschätzt?

Was glaube ich zu können - was leiste ich tatsächlich?

Erst einmal klingen diese Fragen dramatisch. Mit der Zeit aber wird deutlich, dass sich fast alles von alleine regelt oder regeln lässt und der eigene Stellenwert sich nicht verringert, sondern mindestens noch derselbe ist, wenn nicht sogar erhöht wird.

Dieses Neuordnen ist beschwerlich, aber im Gegensatz zu früher stehen heute Körperersatzstücke zur Verfügung, die durch hochgradig ausgefeilter Technik dem Amputierten helfen, den Verlust so weit wie möglich auszugleichen. Dabei ist es lohnenswert, sich vor Augen zu führen, was derzeit überhaupt

prothetisch möglich ist und was nicht. Grundsätzlich gilt für alle Amputationshöhen, also für den Vorfußamputierten genauso wie für den Hüftexartikulierten, dass eine Beinprothese keine aktiven Bewegungen durchführen kann. Jede Beinprothese stellt ein passives System dar, welches nur auf

äußere Bewegung reagiert und keine Bewegung selbständig ausführt.

kommen sie zum fachmann - sie sind es sich wert

 
     
 


 
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